Häufige Fragen
Antworten rund um Nutzung, Updates und Einrichtung. Fehlt etwas? Schreib mir, dann nehme ich es hier auf.
Täglich mit Claude arbeiten
Modelle, Kontextfenster, Screenshots und Feedback.
Welches Claude-Modell nehme ich wofür?
Opus ist dein Standard: Code schreiben, tägliche Aufgaben, auch Planen. Es hat das beste Verhältnis aus Leistung und Kosten.
Sonnet führt fertige Pläne und Routineaufgaben aus. Stößt Sonnet an Grenzen, wechsle zu Opus.
Fable ist nur mit einem größeren Plan sinnvoll. Auf dem kleinen Plan ist dein Session-Limit fast sofort erreicht, weil das Modell sehr rechenintensiv ist. Hast du den großen Plan, nimmst du Fable für sehr komplexe Planung.
Haiku lässt du weg, die Output-Qualität reicht nicht.
Mit Opus planen, mit Sonnet ausführen: wie geht das?
- Opus um einen Plan bitten. Zum Beispiel: „Erstelle mir eine SEO-Strategie als md-Datei." Auch längere, vorbereitende Prompts funktionieren so.
- Plan speichern lassen. Opus legt die Strategie als md-Datei im Projekt ab.
- Zu Sonnet wechseln und den Plan aus der md-Datei ausführen lassen.
So denkt das starke Modell und das günstige arbeitet ab. Dein Session-Limit hält deutlich länger.
Warum werden Antworten in langen Chats schlechter?
Claude hat ein Kontextfenster: Vor jeder Antwort liest es den ganzen bisherigen Chat neu. Je länger der Chat, desto mehr Tokens kostet das. Die Folge: Dein Session-Limit ist schneller voll und die Antworten werden mit der Zeit schlechter.
- Neue Session starten, sobald eine Aufgabe fertig ist oder du etwas Neues beginnst.
/compactnutzen. Bei langen Aufgaben an Zwischenschritten eingeben. Claude fasst das Wichtigste zusammen und gibt Tokens frei.
Unten im Chat erscheint irgendwann ein oranger Halbkreis. Beim Drüberfahren siehst du den Füllstand. Ab 40 bis 50 Prozent draufklicken, dann startet der automatische Compact.
Wie starte ich eine neue Session?
Klicke auf das Cloud-Symbol in deiner linken Seitenleiste und tippe dann auf „+ New Session“, um eine neue Session zu öffnen.
Wann starte ich eine neue Session?
Immer wenn du eine neue Aufgabe startest, für die der Kontext eines aktuellen Chats nicht wichtig ist.
Wann nutze ich Compact?
Immer dann, wenn du einen Zwischenschritt erreicht hast und den Chat noch weiterhin benutzen willst.
Kann ich Kontext aus einem Chat auch in einem anderen Chat verwenden?
Ja. Lass Claude einfach eine md-Datei daraus machen, die du in einem anderen Chat ansprichst.
Nutze diese Funktion nur, wenn du wirklich über längere Zeit hinweg an einer Aufgabe arbeitest, und lösche die md-Datei anschließend wieder. Das macht zum Beispiel Sinn bei mehrwöchigen SEO-Planungen.
Wie zeige ich Claude am besten, was ich meine?
Mit Screenshots, das geht schneller als beschreiben. Gefällt dir etwas nicht oder willst du erklären, wie etwas aussehen soll:
- Screenshot ablegen. In der Seitenleiste in den Projekt-Ordner ziehen oder einfach im Download-Ordner lassen.
- Claude darauf zeigen.
Beispiel-Prompt
„Schau dir den letzten Screenshot in meinem Download-Ordner an. Da passt mir XY nicht, bitte ändere das."
- Desktop und Handy prüfen. Fürs Handy: Staging-Theme öffnen, in der grauen Bar unten auf das Link-Symbol klicken und dir den Link aufs Handy schicken. Passt dort etwas nicht, Handy-Screenshot an den PC senden und Claude zeigen.
Du kannst auf dem Screenshot auch rot umkreisen, Pfeile ziehen oder unterstreichen. Claude liest solche Markierungen mit aus.
Claude macht etwas, das mir nicht gefällt. Was tun?
Sag es direkt im Chat: „Das gefällt mir nicht, merk dir das bitte." Claude speichert den Hinweis in der memory.md und macht denselben Fehler nicht noch mal. Das geht auch für den Ton: „Fasse dich in Zukunft kürzer."
Nutze das für Dinge, die öfter passieren oder dir wirklich wichtig sind, damit die memory.md nicht überlädt.
Das Setup lernt mit. In Woche eins dauert manches noch, ab Woche zwei bis drei sitzt vieles auf Anhieb so, wie du es dir vorstellst.
Was bringt der Effort-Regler?
Effort steuert, wie lange Claude nachdenkt, bevor es antwortet. Niedrig heißt sofort loslegen. Hoch heißt rund zehn bis zwölf Sekunden abwägen, welcher Weg der beste ist, und dann diesen Weg gehen.
Wenn dir die Ergebnisse zu flach sind, geh in dieser Reihenfolge vor:
- Erst das Modell wechseln. Von Sonnet auf Opus.
- Dann den Effort erhöhen. Von
highaufextra high.
Höher als extra high lohnt sich nicht, das frisst dein Session-Limit. Thinking lässt du dauerhaft an. Beides findest du im Menü, das sich mit / im Chatfeld öffnet.
Kann ich vom Handy aus weiterarbeiten?
Ja. Steht unten in VS Code „Remote Control is active", kannst du deine laufenden Sessions vom Handy aus steuern.
- PC anlassen und die Session in VS Code offen lassen.
- Claude-App öffnen, oben auf die drei Striche, dann auf Code.
- Verbundene Session auswählen und ganz normal schreiben, auch per Sprachnachricht.
Praktisch, wenn dir unterwegs etwas einfällt. Der Auftrag läuft dann auf deinem Rechner weiter und liegt fertig da, wenn du zurück bist.
Claude sagt, ich soll etwas selbst machen
Das passiert regelmäßig, zum Beispiel: „Diesen Text kannst du jetzt in deinem Theme einfügen." Nimm das nicht hin, meistens kann Claude es sehr wohl selbst.
Nein, das akzeptiere ich nicht. Bitte mach du das. Gibt es einen Weg, wie du es selbst erledigen kannst?
In den allermeisten Fällen macht Claude es danach einfach.
Bleibt es dabei, fehlt oft nur der Zugriff aufs Backend. Dann den Shopify-Connector kurz verbinden, VS Code neu starten und sagen: „Der Connector ist jetzt aktiv, bitte übernimm das." Danach den Connector wieder trennen.
Muss ich sauber tippen?
Nein. Tippfehler, fehlende Umlaute oder ein falsch geschriebener Dateiname sind egal, Claude versteht dich trotzdem. Schick es einfach ab, statt vorher zu korrigieren.
Du musst auch keine perfekten Prompts formulieren. Wichtiger als die einzelne Eingabe ist der Kontext, der im Projekt liegt: die md-Dateien, die Skills und deine claude.md.
Limits und Account
Wie das Fünf-Stunden-Fenster funktioniert und wie du länger am Stück arbeitest.
Wie funktioniert das Session-Limit?
Claude rechnet in einem Fünf-Stunden-Fenster. Wichtig: Der Timer startet mit deiner ersten Nachricht, nicht zu einer festen Uhrzeit und nicht jede Stunde neu.
Innerhalb dieses Fensters hast du ein Kontingent. Ist es aufgebraucht, erscheint „Session limit reached" und du kommst erst weiter, wenn die fünf Stunden seit deiner ersten Nachricht um sind. Danach steht der Zähler wieder auf null.
Wie schnell das Kontingent voll läuft, hängt vom Modell, vom Effort und von der Länge deines Kontexts ab. Kurze Sessions und regelmäßiges /compact strecken es deutlich.
Trick: das Zeitfenster morgens vorstarten
Weil der Timer mit deiner ersten Nachricht startet, kannst du ihn laufen lassen, bevor du überhaupt am Rechner sitzt.
- Claude-App aufs Handy holen und mit demselben Account anmelden.
- Direkt nach dem Aufstehen eine Nachricht schicken.
Nachricht zum Kopieren
Guten Morgen Claude, antworte mir nicht, aber starte bitte deine Session.
- Ganz normal in den Tag starten. Bis du am Laptop sitzt, sind oft schon zwei bis drei Stunden des Fensters vorbei.
Der Effekt: Mitten in deiner Arbeitszeit setzt sich das Fenster zurück und du arbeitest am Stück weiter, statt zu warten.
Wo sehe ich, wie viel ich schon verbraucht habe?
In VS Code im Menü, das sich mit / im Chatfeld öffnet, unter Account → Usage. In der Claude-App findest du dasselbe in den Kontoeinstellungen unter Nutzung.
Session (5 h) zeigt, wie voll dein aktuelles Fenster ist und wann es sich zurücksetzt.
Weekly (7 Tage) zeigt dein Wochenkontingent.
Die Prozentzahl steigt schneller, je stärker das Modell, je höher der Effort und je länger der Kontext ist. Ein kurzer Blick vor einer großen Aufgabe erspart dir, mittendrin ausgebremst zu werden.
Ich stoße ständig ans Limit. Was tun?
Prüf zuerst die günstigen Hebel: kurze Sessions statt eines Dauerchats, /compact an Zwischenschritten und Alltagsaufgaben mit Sonnet statt Opus.
Reicht das nicht, musst du nicht dauerhaft mehr zahlen. Du kannst gezielt für einen Monat auf den größeren Plan wechseln und danach wieder zurück. Dort kommst du im normalen Arbeitsalltag praktisch nie ans Limit.
Leg dir für so einen Monat vorher zurecht, was viel Rechenleistung braucht: großer Umbau, komplette SEO-Analyse, ein zweiter Shop. Dann holst du am meisten heraus.
Können zwei Personen einen Account nutzen?
Wenn ihr an denselben Shops arbeitet: ja. Ein Plan reicht, ihr meldet euch beide mit demselben Account an, auch auf zwei Handys gleichzeitig.
Zwei getrennte Abos lohnen sich erst, wenn ihr wirklich in verschiedenen Themenbereichen arbeitet. Sonst schreibt ihr euch gegenseitig nur das Fünf-Stunden-Fenster leer.
Projekte und md-Dateien
Wie dein Workspace aufgebaut ist und sauber bleibt.
Wofür sind die vielen md-Dateien im Projekt?
Es gibt drei Sorten:
Kontext-Dateien wie seo-aufbauplan.md speichern Wissen über deinen Shop und dein Projekt. Du kannst Claude jederzeit neue anlegen lassen: „Erstelle mir aus diesem Kontext eine md-Datei."
claude.md ist das Gehirn des Projekts. Sie regelt, wie gearbeitet wird und welche md-Datei wann genutzt wird. Pro Projekt gibt es genau eine.
Skills sind Anleitungen für konkrete Aufgaben, etwa technisches SEO oder Marketing-Psychologie. Sie aktivieren sich automatisch, sobald deine Aufgabe in die Richtung geht.
Wie starte ich ein neues Projekt?
- Neuen Ordner anlegen und in VS Code öffnen.
- Beschreiben, was du vorhast. Kurz reicht.
- Architektur bauen lassen.
Beispiel-Prompt
„Erstelle mir die komplette Architektur inklusive claude.md."
Projekte strikt trennen. Alles in einen Ordner zu werfen macht die Ergebnisse schlechter.
Muss ich Skills selbst aktivieren?
Nein. Skills starten automatisch, eine grobe Richtung im Prompt reicht. „Optimiere den Text marketingpsychologisch" aktiviert den Marketing-Psychology-Skill, „Optimiere die Seite technisch für SEO" den SEO-Skill.
Du kannst dir die Skill-Dateien anschauen, um zu verstehen, was es gibt. Nötig ist das nicht.
Wie wechsle ich zwischen mehreren Projekten?
In VS Code über File → Open Folder den gewünschten Projektordner öffnen. Nach ein paar Wechseln geht es schneller über File → Open Recent.
Einen einmal angelegten Projektordner nicht umbenennen oder verschieben, sonst findet VS Code ihn beim nächsten Öffnen nicht mehr.
Sollte das Projekt in OneDrive oder einer Cloud liegen?
Besser nicht. Cloud-Ordner wie OneDrive synchronisieren ständig und sperren Dateien kurzzeitig, während Claude arbeitet. Das kann zu Lese- oder Cache-Fehlern führen.
Leg das Projekt in einen normalen lokalen Ordner (z. B. unter „Dokumente"). Sichern darfst du es natürlich trotzdem, nur nicht direkt im aktiven Arbeitsordner synchronisieren lassen.
Wie viele Kontext-Dateien sind zu viele?
Es ist verlockend, immer mehr ins Projekt zu speichern. Zu viel Kontext macht die Ergebnisse aber wieder schlechter, weil Claude bei jeder Aufgabe zu viel gleichzeitig verarbeiten muss.
Halte die Balance: Was dauerhaft gilt, bleibt liegen (Tonalität, Wunschkunde, Theme-Architektur). Was nur zu einer abgeschlossenen Aufgabe gehört, kommt wieder raus.
Bist du mit einem Thema durch, lösch die zugehörige md-Datei in der Seitenleiste. Genau dafür arbeitest du in VS Code und nicht in der Desktop-App: Du siehst die Dateien und kannst aufräumen.
Welche eigenen Kontext-Dateien lohnen sich?
Drei haben sich in der Praxis bewährt. Du legst sie an, indem du Claude einfach darum bittest.
Tonalität. Damit deine Texte nach dir klingen und nicht nach KI.
Schau dir alle Texte in meinem Shop und meine bisherigen E-Mails an. Leg mir daraus eine md-Datei zu meiner Tonalität an und zieh sie ab jetzt immer heran, wenn du Texte für mich schreibst.
Wunschkunde. Wer bei dir kauft, was diesen Leuten wichtig ist und welche Bedenken sie haben. Claude nutzt das bei Texten, Angeboten und beim Seitenaufbau.
Änderungslog. Claude trägt mit Datum ein, was wann gemacht wurde.
Leg ein Änderungslog als md-Datei an und trag ab jetzt mit Datum ein, was du geändert hast. Zieh es in jeder neuen Session heran, bevor du arbeitest.
Das Änderungslog verhindert zwei Dinge: dass Claude gegen seine eigene frühere Arbeit anarbeitet und dass später niemand mehr weiß, was eine Änderung eigentlich gebracht hat.
Wie sehe ich, welche Skills es überhaupt gibt?
Nötig ist das nicht, die passenden Skills starten von allein. Wenn du trotzdem stöbern willst:
- Menü öffnen.
/ins Chatfeld tippen oder auf das Kästchen mit dem Schrägstrich klicken. - Nach unten scrollen bis zur Liste der Skills.
- Suchen. Oben in „Filter Actions" ein Stichwort tippen, zum Beispiel
shopoderseo. - Beschreibung lesen. Mit der Maus auf einem Skill stehen bleiben, dann erscheint eine kurze Erklärung, wofür er da ist.
Im Paket stecken 119 Skills, alle auf E-Commerce zugeschnitten und bewusst kuratiert. Mehr ist hier nicht besser: Wer alles einsammelt, was es an Skills gibt, überlädt das System.
Shop, Daten und Erweiterungen
Live gehen, zurückrollen und was deine Datenquellen liefern.
Wie bekomme ich Änderungen live?
Dein Setup hat zwei Stände: Staging ist die Werkstatt, Main ist dein Live-Theme.
- Bauen lassen. „Bitte ändere XY, nur auf Staging."
- Vorschau prüfen. In Shopify unter Onlineshop → Themes bei Staging auf die drei Punkte, dann auf Vorschau.
- Freigeben. Passt es, sagst du „bitte live stellen" oder „pack es auf Main". Claude versteht beides.
Damit das greift, muss Main einmal als Live-Theme veröffentlicht sein. Liegen Staging und Main beide nur bei den Entwürfen, sieht deine Änderung niemand. Also einmal bei Main auf „Veröffentlichen", danach steht der Workflow dauerhaft.
Kann ich Änderungen rückgängig machen?
Ja, jederzeit. Über die GitHub-Verbindung wird jede Version deines Themes mit Datum und Uhrzeit gespeichert, automatisch bei jeder Änderung, egal ob sie aus Claude oder aus Shopify kommt.
Du musst dafür nichts suchen und nichts wiederherstellen. Sag es einfach im Chat:
„Mach die letzte Änderung an der Produktseite rückgängig."
„Setz das Theme auf den Stand von letzter Woche zurück."
Deshalb ist GitHub hier mehr als ein Zwischenspeicher: Es ist gleichzeitig deine Sicherung. Kaputt machen kannst du damit praktisch nichts.
Wofür brauche ich Shopify Sidekick noch?
Nur für Datenfragen ans Backend, dafür ist er gut. Zum Beispiel: „Woher kamen meine Besucher in den letzten 30 Tagen?" oder „Wie war mein Inventarstand am 31.12.?" Solche Abfragen sparen dir das Zusammensuchen von Hand, etwa für die Steuer.
Zum Bauen taugt er nicht. Sections, Blöcke und Textarbeit laufen über dein Setup in VS Code, weil dort der Kontext zu deinem Shop und die Skills liegen.
Muss Microsoft Clarity in meine Datenschutzerklärung?
Ja. Sobald Clarity läuft, erhebst du anonymisierte Daten zum Nutzerverhalten auf deiner Seite. Das gehört in deine Datenschutzerklärung.
Den Absatz kannst du dir schreiben lassen:
Ich nutze Microsoft Clarity auf meinem Shopify-Shop und erhebe damit anonymisierte Daten zum Nutzerverhalten. Schreib mir einen passenden Absatz für meine Datenschutzerklärung.
Das ist keine Rechtsberatung. Bist du bei einem Anbieter wie eRecht24 oder dem Händlerbund, nimm den Textbaustein von dort oder lass deine Fassung dort gegenprüfen.
Warum sieht Claude noch keine Daten?
Weil beide Datenquellen erst sammeln müssen, nachdem du sie eingerichtet hast. Das ist kein Fehler im Setup.
Microsoft Clarity braucht ein paar Tage, bis genug Klicks und Scrollwege zusammenkommen, aus denen sich etwas ablesen lässt.
Google Search Console braucht rund sieben Tage, bis Suchbegriffe, Positionen und Klicks erscheinen.
Starte die große SEO-Analyse deshalb erst danach, sonst arbeitet Claude ohne echte Zahlen. Bauen und optimieren kannst du in der Zwischenzeit ganz normal weiter.
Kann ich Produktbilder mit KI erzeugen lassen?
Ja, das lässt sich als Erweiterung an dein Setup anbinden. Claude steuert dann einen Bildgenerator direkt aus dem Projekt heraus: Bild erzeugen, prüfen, ob das Produkt korrekt dargestellt ist, nachbessern und die fertigen Bilder in den Shop legen.
Ein Auftrag heißt dann zum Beispiel „erzeuge für alle Produkte eine neue Reihe Lifestyle-Bilder", statt zu shooten, freizustellen und nachzubearbeiten.
Im Standard-Paket ist das nicht enthalten. Wenn es für dich interessant wird, schreib mir kurz an alex@adolution.de.
Shopify-Connector
Wann verbinden, wann trennen und wie genau.
Wann verbinde ich den Shopify-Connector, wann trenne ich ihn?
Nur für gezielte, größere Aufgaben verbinden, zum Beispiel alle Meta-Beschreibungen in einer Session überarbeiten. Danach direkt wieder trennen, das senkt das Sicherheitsrisiko. Verbinden und Trennen geht beliebig oft.
Nach dem Verbinden VS Code einmal schließen und neu öffnen, erst dann ist der Connector geladen.
Auch mit Connector immer im vorflows-Setup in VS Code weiterarbeiten. Ohne das System führt der Connector Aufgaben ohne deinen Kontext und ohne die Skills aus.
Wie verbinde und trenne ich den Connector konkret?
- Claude Desktop öffnen. Falls noch nicht installiert, zuerst die Desktop-App installieren.
- Auf „Anpassen" klicken, dann auf „Konnektoren".
- Noch kein Shopify-Connector? Auf die Lupe klicken, „Shopify" suchen und hinzufügen.
- Schon vorhanden? In der Liste steht er als „verbunden" oder „nicht verbunden". Anklicken und je nach Bedarf verbinden oder trennen.
Welche Connector-Rechte sollte ich blockieren?
Der Connector ist mächtig: Er kann Produkte anlegen und löschen, Inventar verstellen, Titel und Meta-Beschreibungen ändern, Bestellungen und Rabattcodes erstellen. Wenn du ihn nutzt, tust du das auf eigene Gefahr, denn was gelöscht ist, ist weg.
Deshalb direkt nach dem Hinzufügen in der Liste seiner Berechtigungen etwa bis zur Mitte scrollen und diese drei auf Blockiert stellen:
Get OrderList CustomersList Orders
Damit kommt Claude nicht an Kunden- und Bestelldaten. Alles, was du für die Shop-Arbeit brauchst, bleibt erlaubt.
Je größer dein Shop wird, desto vorsichtiger. Ab etwa 50 bis 70 Bestellungen am Tag würde ich die Rechte eher wieder enger ziehen als weiter öffnen. Und in jedem Fall gilt: nur für die konkrete Aufgabe verbinden, danach sofort trennen.
Updates und weitere Shops
Theme-Updates, Produkt-Updates, Shop Nummer zwei und der Umzug auf einen neuen Rechner.
Was passiert bei einem Theme-Update?
Ein Theme-Update bringt dir die neue Version des Theme-Herstellers, kennt aber keine einzige deiner Anpassungen. Shopify spielt das Update deshalb nicht in dein laufendes Theme ein, sondern legt ein aktualisiertes Duplikat als Entwurf an. Dieses Duplikat lädst du herunter und lässt Claude es mit deinem echten Theme abgleichen. So bekommst du die Neuerungen, ohne deine Arbeit zu verlieren.
- Update in Shopify anstoßen. Unter Onlineshop → Themes liegt bei deinem Theme der Hinweis auf eine neue Version. Update starten. Shopify legt daraufhin ein aktualisiertes Duplikat bei den Entwürfen ab. Dein Live-Theme bleibt unangetastet.
- Aktualisiertes Duplikat herunterladen. Bei dem neuen Entwurf auf die drei Punkte, dann Theme-Datei exportieren. Shopify schickt dir die ZIP-Datei per E-Mail. Herunterladen, entpacken und im Downloads-Ordner liegen lassen, der Prompt unten erwartet sie dort.
- Workspace öffnen. VS Code mit dem Ordner starten, in dem du normalerweise arbeitest. Dort liegt dein aktuelles Theme mit allen Anpassungen, verbunden mit deinem Staging- und Main-Branch bei GitHub.
- Prompt einfügen. Den folgenden Prompt kopieren, in Claude Code einfügen und abschicken. Claude vergleicht zuerst nur und fragt dich, bevor es etwas überträgt.
Prompt zum Kopieren
Ich habe in Shopify ein Theme-Update angestoßen. Shopify hat dabei ein aktualisiertes Duplikat meines Themes als Entwurf angelegt. Dieses Duplikat habe ich exportiert und entpackt, es liegt in meinem Downloads-Ordner.
In diesem Workspace liegt mein echtes Theme. Es ist über GitHub mit meinem Staging-Branch und meinem Main-Branch verbunden und enthält alle Anpassungen, die wir zusammen gebaut haben. Diese Anpassungen dürfen auf keinen Fall verloren gehen.
Schritt 1: Finde das entpackte Update-Theme in meinem Downloads-Ordner. Wenn du mehrere Kandidaten siehst, zeig sie mir und lass mich wählen, statt zu raten.
Schritt 2: Vergleiche das Update-Theme mit meinem aktuellen Theme in diesem Workspace. Zeig mir das Ergebnis als Liste: welche Dateien in der neuen Version neu sind, welche geändert wurden und welche wegfallen. Trenne dabei klar zwischen echten Neuerungen des Theme-Herstellers und Stellen, an denen in der neuen Version schlicht meine eigenen Anpassungen fehlen.
Schritt 3: Sag mir danach deine ehrliche Einschätzung, ob sich die Übertragung überhaupt lohnt. Nenne den konkreten Nutzen, den Aufwand und die Risiken, besonders an den Dateien, die wir stark angepasst haben. Wenn das Update kaum Mehrwert bringt, sag mir das offen und empfiehl mir, es zu lassen.
Schritt 4: Übertrage noch nichts. Warte auf mein ausdrückliches OK.
Schritt 5: Wenn ich zustimme, sichere zuerst den aktuellen Stand ab, zum Beispiel über einen eigenen Branch oder einen klar benannten Commit, damit wir jederzeit vollständig zurückkönnen.
Schritt 6: Übertrage die Updates dann ausschließlich auf den Staging-Branch, niemals direkt auf Main. Geh Datei für Datei vor und führe die Änderungen zusammen, statt Dateien komplett zu ersetzen. Wenn eine Neuerung des Herstellers mit einer meiner Anpassungen kollidiert, behalte meine Anpassung, bau die Neuerung so weit wie möglich drumherum ein und melde mir jeden dieser Fälle einzeln.
Schritt 7: Committe in nachvollziehbaren Schritten mit verständlichen Nachrichten, damit ich später sehe, was aus dem Update kam.
Schritt 8: Sag mir danach genau, was ich in der Shopify-Vorschau von Staging testen soll. Gib mir eine kurze Checkliste mit den Seiten, die betroffen sind, mindestens Startseite, Produktseite, Warenkorb, Kasse und Suche, jeweils am Desktop und am Handy.
Schritt 9: Erst wenn ich dir bestätige, dass Staging sauber läuft, übertrage den Stand auf Main.
Schritt 10: Fass zum Schluss zusammen, was übernommen wurde, was du bewusst nicht übernommen hast und was ich selbst nachziehen muss, zum Beispiel Einstellungen oder Inhalte, die in Shopify liegen und nicht im Code.
- Staging testen. In Shopify unter Onlineshop → Themes bei Staging auf die drei Punkte, dann Vorschau. Die Checkliste durchgehen, die Claude dir gegeben hat. Fällt etwas auf, Screenshot machen und Claude zeigen, korrigiert wird weiter auf Staging.
- Auf Main übertragen. Läuft Staging sauber, gibst du Claude das OK für Main. Main ist dein Live-Theme, damit ist das Update draußen.
Nie das Live-Theme direkt updaten und das aktualisierte Duplikat nie einfach veröffentlichen. In dem Duplikat fehlt alles, was wir gebaut haben. Der Weg geht immer über den Vergleich und über Staging, dann ist dein Shop zu keinem Zeitpunkt kaputt.
Deine Sicherung läuft nebenbei mit: Über GitHub ist jeder Stand deines Themes mit Datum gespeichert. Geht beim Zusammenführen etwas schief, lässt du Claude einfach auf den letzten sauberen Stand zurücksetzen.
Bekomme ich kommende Updates?
Ja. Updates bekommst du per E-Mail mit einem Download-Link. Du entpackst die Datei, ziehst die enthaltene Update-Datei in Claude Code und bittest Claude, das Update einzuspielen.
Deine eigenen Einstellungen, dein Theme und deine Daten bleiben dabei erhalten, es wird nichts überschrieben, nur ergänzt.
Wie richte ich einen zweiten oder dritten Shop ein?
Pro Shop ein eigener Projekt-Ordner. Du duplizierst dein bestehendes Setup und lässt Claude die Kopie auf den neuen Shop umstellen:
- Projekt-Ordner duplizieren. Den Ordner, in dem du gerade arbeitest, an seinem Speicherort kopieren und wieder einfügen. Weißt du Name oder Ort nicht mehr: In VS Code oben links auf das Explorer-Symbol (Datei-Symbol) klicken, dort steht der Ordner-Name. Über einen Rechtsklick auf eine Datei und „Im Finder anzeigen" (Mac) bzw. „Im Explorer anzeigen" (Windows) findest du den Speicherort.
- Kopie sofort umbenennen, am besten in den Namen des neuen Shops (z. B. „Shop-Claude"), damit du die Ordner auseinanderhalten kannst.
- Neues Theme herunterladen. Das Theme des neuen Shops aus Shopify exportieren und einfach im Downloads-Ordner liegen lassen. Erst danach weitermachen, der Prompt unten erwartet es dort.
- Duplizierten Ordner öffnen. VS Code starten, dann File → Open Folder und den umbenannten Ordner auswählen. Darin stecken noch das alte Theme und die alten Verbindungen, genau das räumt der nächste Schritt auf.
- Prompt einfügen. Den folgenden Prompt kopieren, in Claude Code einfügen und abschicken. Claude richtet den Workspace komplett auf den neuen Shop ein und führt dich durch die restlichen Schritte.
Prompt zum Kopieren
Dieser Workspace ist eine Kopie und war für einen anderen Shop von mir eingerichtet. Ich möchte ihn jetzt für einen neuen Shop nutzen. Die alten Theme-Dateien und die alte GitHub-Verbindung brauche ich in meinem anderen Workspace, aber nicht hier.
Das neue Theme liegt in meinem Downloads-Ordner. Bitte nimm dieses Theme und richte den Workspace darauf ein. Entferne alle Rückstände des alten Themes aus diesem Ordner. Setze auch deine eigenen Dateien einmal zurück und passe sie neu auf dieses Theme an. Prüfe dabei die md-Dateien auf theme-spezifische Inhalte des alten Shops und mach sie rückgängig, damit wir hier mit dem frischen Theme und dem frischen Shop arbeiten.
Lege bei GitHub ein neues Repository mit einem Staging-Branch und einem Main-Branch an, spiele das neue Theme dort ein und hinterlege in deiner claude.md, dass wir in diesem Workspace an dem neuen Theme arbeiten.
Prüfe für die Google Search Console, ob du Zugriff auf die Property dieser Shop-URL hast. Wenn nicht, führe mich Schritt für Schritt durch, wie ich dir Zugriff gebe, zum Beispiel indem ich den Benutzer oder Account, auf den du aktuell Zugriff hast, im neuen Konto als Administrator oder Mitarbeiter hinzufüge.
Führe mich außerdem durch die Einrichtung von Microsoft Clarity, damit ich auch für diesen Shop auf die Verhaltensdaten zugreifen kann. Weise mich bei Bedarf auf das Video auf der Danke-Seite hin, das die Installation der Verhaltensdaten zeigt: vorflows.com/danke
Erkläre mir zum Schluss, dass ich den Token unter Datenexport bei Microsoft Clarity jedes Mal wechseln muss, je nachdem, an welchem Shop ich gerade arbeite. Das ist der einzige manuelle Schritt, wenn ich Daten von verschiedenen Shops abfragen will. Kennst du einen besseren Weg, führe mich durch den.
Der Clarity-Token unter Datenexport bleibt der einzige Handgriff, den du bei jedem Shop-Wechsel manuell machst. Alles andere ist nach dieser Einrichtung dauerhaft getrennt.
Wie ziehe ich mein System auf einen anderen Rechner um?
Dein ganzes System steckt in dem Ordner, in dem du arbeitest. Du nimmst ihn einfach mit und lässt Claude auf dem neuen Gerät prüfen, was noch fehlt:
- Ordner zippen. Auf dem alten Rechner den Arbeits-Ordner per Rechtsklick komprimieren: „Komprimieren" (Mac) bzw. „Senden an → ZIP-komprimierter Ordner" (Windows).
- Auf den neuen Rechner laden. Per USB-Stick, Cloud-Ordner oder AirDrop übertragen und dort entpacken.
- VS Code installieren. Auf dem neuen Gerät neu herunterladen und installieren.
- Claude aktivieren. Die Claude-Erweiterung in VS Code wieder aktivieren, anmelden und eine neue Session starten.
- Ordner öffnen. In VS Code auf File → Open Folder und den Ordner auswählen, den du vom alten Laptop kopiert hast.
- Prompt einfügen. Den folgenden Prompt kopieren, in Claude Code einfügen und abschicken. Claude prüft dann selbst, was schon steht und was noch fehlt, und führt dich durch den Rest.
Prompt zum Kopieren
Ich möchte ein System von einem alten Laptop auf diesen Laptop übertragen, mit dem ich all meine Dinge in diesem Workspace tun kann, wie ich es auf dem alten Laptop getan habe.
Überprüfe dafür bitte einmal, ob die Installation schon steht und welche Dinge noch eingerichtet werden müssen. Schau, ob der GitHub-Workflow funktioniert, ob die Synchronisation funktioniert, ob alle erforderlichen Tools verbunden sind, wie zum Beispiel die Google Search Console oder auch Microsoft Clarity.
Falls irgendetwas noch nicht steht oder noch nicht verbunden ist, sag mir bitte, wie ich das einrichten soll, und leite mich durch alle Schritte, damit dieses Setup genauso funktioniert wie auf meinem alten PC auch.
Zugänge wie Claude, GitHub, die Search Console oder Clarity hängen an deinem Konto, nicht am Gerät. Du meldest dich auf dem neuen Rechner einmal an, danach arbeitest du genau wie vorher weiter.
Frage nicht dabei?
Schreib mir, dann nehme ich sie hier auf.